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Neuigkeiten
06.04.2026
Meldungen. Neuwahl der bezirklichen Seniorenvertretung und neues SenPro ist da

 Liebe Seniorinnen und Senioren und alle dazwischen, bereits kurz vor Ostern wurden die Termine für die 2027 fällig werdenden Neuwahlen für die Vertretungen für Euch festgelegt. Wer zu den Vertretungen der über 60jährigen kandidieren möchte (im Gesetz Bezirksseniorenvertretungen), sollte seine oder ihre Kandidatur bis zum 2.10.26 beim Bezirksamt anmelden. Zum 5.1.27 werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt, bis zum 18.2.27 können die Anträge auf Briefwahl gestellt werden, die Briefwahlunterlagen müssen dann bis zum 4.3.27 beim Bezirksamt zurück sein. Wer sich an der Urnenwahl beteiligen möchte hat dazu dann vom 5.3. 27 bis zum 12.3.27 Gelegenheit. Aktives und passives Wahlrecht hat, wer am 4.3.27 60 Jahre alt und mit erstem Wohnsitz in Charlottenburg-Wilmersdorf gemeldet ist.

 

Ebenfalls schon vor Ostern ist das SenPro des Bezirksamtes mit dem Veranstaltungskalender April bis Juni 26 erschienen. Es liegt im Rathaus und öffentlichen Stellen in gedruckter Form aus und ist auf der Webseite der SV Charlottenburg-Wilmersdorf im Reiter Sprechstunden/Programm oder den Bezirksamtsseiten digital erreichbar.


03.04.2026
Wir wünschen schöne Feiertage

 

26.03.2026
Interview mit Volksbildungsstadträtin Heike Schmitt-Schmelz

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bietet ein tolles Angebot für alle an: Das „Digitalcafé“. Gerade bei Senior:innen ist dieses offene Angebot sehr beliebt. Vor Ort kann man  dort Unterstützung bei der Bedienung von technischen Geräten- wie z.B. Mobiltelefonen - bekommen oder bei der digitalen Antragstellung. Nun wird an vielen Stellen aufgrunnd der Haushaltslage gekürzt. Wir haben die zuständige Bezirksstadträtin, Heike Schmitt-Schmelz dazu befragt. Das Interview führte Frank-Axel Dietrich (FAD).



FAD
: Ist das Digitalkaffe wegen der Haushaltskürzungen in Gefahr?

Schmitt-Schmelz: Ich verstehe sehr gut, dass Sie sich Sorgen machen, denn das Digital-Café ist für viele Seniorinnen und Senioren ein wertvoller Anlaufpunkt. Lassen Sie mich Ihnen versichern: Das Digital-Café wird weiterhin stattfinden. Es wird durch die engagierte Unterstützung der Freiwilligen Agentur Charlottenburg-Wilmersdorf, dem Verein Digital-Café Berlin und der Stadtbibliothek selbst organisiert und finanziert. Das bedeutet, dass dieses Angebot nicht direkt vom Haushalt abhängig und somit nicht von den aktuellen Haushaltskürzungen betroffen ist.

FAD: Können Sie sich vorstellen, das Projekt auch an anderen Orten im Bezirk anzubieten?

Schmitt-Schmelz:  Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das Digital-Café wird vor Ort in der Heinrich-Schulz-Bibliothek sehr gut angenommen, und wir wünschen uns, dass es auch Menschen erreicht, denen der Weg zum Rathaus nicht so einfach möglich ist. Für 2026 sind drei bis vier Sondertermine an anderen Orten im Bezirk geplant.

FAD:  Wie sieht es mit dem Digitalzebra aus. Drohen hier Einschränkungen?

Schmitt-Schmelz: Das Digital Zebra, ein kostenloser Beratungsdienst der Stadtbibliothek zu allen digitalen Fragen und ist auch nicht von Kürzungen bedroht.

Im Gegenteil haben wir geradezusätzlich zum Digitallotsen Max, der sehr beliebt ist, eine weitere Stelle für eine:n Digitallotsen:in ausgeschrieben. Das Angebot war bisher ja sehr stark frequentiert und es kam zu Wartezeiten.

Darüber hinaus gibt es das Seniorenprogramm "60plus“ welche umfassende Informationen und Angebote für ältere Menschen bereitstellt. Kürzungen sind hier nicht vorgesehen.

FAD: Was würden Sie Seniorinnen und Senioren raten, die sich für digitale Angebote interessieren, aber noch unsicher sind?

Schmitt-Schmelz: Mein Tipp ist: Einfach ausprobieren und keine Scheu haben. Das Digital-Café und das Digital Zebra bieten freundliche, geduldige Unterstützung, wo man mit seinen Fragen und Anliegen willkommen ist. Die digitale Welt bringt viele Vorteile – ob beim Kontakt mit Familie, der Nutzung von Dienstleistungen oder beim Zugang zu Informationen. Wir wollen, dass niemand abgehängt wird.

FAD: Vielen Dank für das Gespräch.


21.03.2026
Die Generation über 60 ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Senior:innenvertreter Frank-Axel Dietrich sprach mit Elke R. -Gründungsmitglied der Stadtteilgruppe „Omas gegen Rechts“ in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf.

Als Senior:innenvertretung interessiert uns natürlich besonders, warum die Oma gegen Rechts ist? War die Mutter oder Tochter noch dafür?

Elke R.: Die Überzeugung der Mutter kann eine bedeutende Rolle spielen, entweder als Zustimmung oder als Abgrenzung. Meine Mutter hat sich nie um Politik gekümmert und gesellschaftliche Entwicklungen nicht verfolgt. Sie war dann ganz überrascht und enttäuscht, dass „Hitler den Krieg verloren hat.“ Mein politisches Engagement, nicht erst im fortgeschrittenen Alter, hat sicher damit zu tun, dass ich so nicht durchs Leben gehen möchte.  Ich  sehe  es als Aufgabe, die erreichten demokratischen Errungenschaften nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten.

Was heißt gegen Rechts?

Elke R.: „Omas gegen  Rechts“ stehen für Grund- und Menschenrechte, für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, sowohl im Sinne des Grundgesetzes als auch im Sinne internationaler Verträge und Übereinkommen. Diese Grundwerte werden von extrem rechten Parteien zunehmend in Frage gestellt. Das rechte Denken beginnt  mit der Vorstellung, man sei die einzig wahre Stimme des Volkes. Wenn sich dieses antipluralistische Denken offen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und dort insbesondere gegen das Prinzip der Menschenwürde in Artikel 1 richtet, ist die Grenze zum Rechtsextremismus überschritten. Genau deshalb schaut der Verfassungsschutz bei der AfD auch so genau hin.
Dort wo in Europa extrem rechte Parteien an der Macht sind, können wir beobachten, dass politische und soziale Rechte eingeschränkt werden, Rechte von Frauen und Minderheiten abgebaut und gesellschaftliche Hierarchien, wie  z.B. Geschlechterhierarchien und soziale Hierarchien legitimiert werden. Dieser Trend zeigt sich auch in den Wahlprogrammen der AfD. 

Solchen Entwicklungen treten wir in Deutschland entgegen.

Wenn sich eine Seniorin über 60 bei Ihnen engagieren will: Reicht es gegen rechts zu sein oder wird nicht eigentlich eine linke Einstellung erwartet?

Müsste ein Enkelkind nachgewiesen werden?

Elke R.: Demokratie ist kein linkes Projekt, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, bei der es darum geht, wie wir friedlich zusammenleben wollen und wie wir das Zusammenleben verbessern können. Die Omas (und Opas) leben den politischen Pluralismus; es sind von ganz links bis konservativ alle Einstellungen vertreten.

Unsere Stadtteilgruppen sind offen für alle Frauen (und Männer), die sich gegen Rechtsextremismus engagieren wollen. Eine Mehrheit ist tatsächlich auch biologisch Oma oder Opa, aber ein Nachweis von Enkeln ist nicht notwendig.

Sie arbeiten in der Stadtteilgruppe Charlottenburg-Wilmersdorf der „Omas gegen Rechts“. Was macht die gerade?

Elke R.: Wir arbeiten gerade verschiedene Aktionsformen aus, um im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2026 Aufklärungsarbeit auf der Straße zu leisten. Dazu gehören Informationsstände und kreative Aktionen, die zum Dialog über unsere Demokratie - und warum sie verteidigt werden muss - einladen. 

  

Kontakt: stadtteilgruppe-cha-wi@omasgegenrechts.berlin

19.03.2026
Zum Tag des Gesundheitsamtes am 19.3.26: Beratungen und Hilfen in schwierigen Lebenssituationen Aufsuchende Sozialarbeit für ältere Menschen + LSBB vom 18.3.26

Der diesjährige Tag des Gesundheitsamtes am 19. März findet bundesweit unter dem Motto "Vielfalt für Gesundheit" statt. Das Gesundheitsamt in Charlottenburg-Wilmersdorf mit seiner Amtsleitung, den Fachbereichen und Einrichtungen hat Standorte im gesamten Bezirk. Es dient dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung. Die Beschäftigten zeichnet eine hohe berufliche Qualifikation aus. Die gesundheitliche Beratung, Betreuung und Hilfe sowie Gesundheitsschutz gehören zu den Dienstleistungen.

Die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen, Krebs und chronischen Erkrankungen am Hohenzollerndamm 174 - 177, 10713 Berlin (Wilmersdorf), 030 9029 - 160 40, bfb@charlottenburg-wilmersdorf.de, mit offenen Sprechstunden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr ist Teil des Gesundheitsamtes. Das Angebot ist kostenlos und bietet vertrauliche Beratungen und Hilfen in schwierigen Lebenssituationen und steht offen für Menschen im fortgeschrittenen Lebensalter.

 

Zur Arbeit der Beratungsstelle befragte Joachim Jetschmann als Mitglied der Senior:vertretung (SV) Charlottenburg-Wilmersdorf den Bezirksstadtrat Simon Hertel, zuständig für Jugend und Gesundheit.

Mit welcher Zielsetzung ist die Beratungsstelle eingerichtet worden?

Die Rechtsgrundlage für die Beratungsstelle ist das Berliner Gesundheitsdienstreformgesetz (GDG). In diesem werden die Aufgaben, Struktur und Zuständigkeiten des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) in Berlin definiert. In diesem Zusammenhang sind auch die Beratungsstellen eingerichtet worden.

Nach welchen Kriterien ist der Leistungskatalog der Beratungsstelle festgesetzt worden?

Die Kriterien für den Leistungskatalog ist eine optimale ambulante Versorgung unter Berücksichtigung der noch vorhandenen Ressourcen der Betroffenen zu gewährleisten und ihnen damit ein würdevolles Leben in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Ziel ist eine stationäre Unterbringung zu vermeiden bzw. möglichst lange aufzuschieben.

Welches sind die fünf am stärksten in Anspruch genommen Leistungen?

Die am stärksten in Anspruch genommenen Leistungen ist die sozialrechtliche Beratung, die Versorgung in der eigenen Häuslichkeit, Unterstützung durch mildtätige Stiftungen, Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung von Pflegeleistungen, Schwerbehindertenausweise, Rehabilitationsmaßnahmen, Grundsicherungsleistungen und Wohngeld sowie psychosoziale Gespräche insbesondere zur Krankheits- und Einsamkeitsbewältigung.

Sind Hausbesuche und die Versorgung älterer Menschen in ihren eigenen Häuslichkeiten möglich?

Aufgrund der häufig bestehenden Mobilitätseinschränkung der Klienten wird aufsuchende Sozialarbeit angeboten, so dass der Großteil der Beratungsgespräche in der eigenen Häuslichkeit stattfindet.

Wie kann Kontakt zur Beratungsstelle aufgenommen werden?

Bei Bedarf kann die offene Sprechstunde aufgesucht oder einfach Kontakt per Mail oder telefonisch aufgenommen werden.

Mit welchen Einrichtungen, Verwaltungen und Stiftungen ist die Beratungsstelle vernetzt?

Die Beratungsstelle kooperiert insbesondere mit dem Sozialamt und dem Jobcenter sowie dem Versorgungsamt, Betreuungsbehörden, Jugendamt, Teilhabefachdienste.

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Landesse
niorenbeirat tagte am 18.3.26

Auf seiner Sitzung behandelte der LSSB das Thema „Gewaltprävention im Alter“. Bei den Sitzungen sind Gäste willkommen. Folgende Institutionen stellten sich vor und den anschließenden Fragen der Anwesenden:
Koordinatorin Sichere Pflege, Beratungsstelle Pflege in Not, Projekt Netzhelden60, Veritas Beratungsstelle für Betroffene von Verschwörungserzählungen. Die Beratungsstelle für Verschwörungsrzählungen als Teilnehmerin irritierte zunächst, aber es zeigte sich ein großer Bedarf in der Praxis. Das Angebot hilft „Aussteigenden“ und beim Umgang mit Menschen aus dem Umfeld.
Bilder: Sitzung und die anwesende sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Frau Sebahat Atli MdA (im Bild mit Conny Brosda  SV-CW) 


17.03.2026
Seniorenvertretung am 16.3.26 im Bezirk zum Katastrophenschutz angehört:

 

Bei der in allen Berliner Bezirken laufenden Neuaufstellung und Überprüfung der Grundsätze des Katastrophenschutzes erfuhr die Seniorenvertretung in Charlottenburg - Wilmersdorf eine besondere Wertschätzung durch Frau Sozialstadträtin Duda. Die Seniorenvertreter und -vertreterinnen erhielten Gelegenheit zu den besonderen Belastungen älterer Menschen bei der Eissituation im letzten Winter und bei Vorkommnissen wie dem Stromausfall in Zehlendorf Stellung zu nehmen. Dabei kam heraus, dass zur Zeit im Bezirk nur Grundlagen gelegt sind, aber überall mit Hochdruck an entsprechenden Plänen  gearbeitet wird.

Wegen des bei den Zehlendorfer Ereignissen gegebenen Ausfalles von Festnetz , Mobilnetz und auch digitaler Kommunikation wurde die Forderung erarbeitet, ein Netz von regionalen Anknüpfungspunkten, wie beispielsweise Stadtteilzentren als reale Anlaufpunkte zu schaffen und dies bereits vorher breit zu kommunizieren und diese Punkte beispielsweise in geeignete Bezirkskarten aufzunehmen. 2“ Leuchttürme“, die es im Bezirk auch noch gar nicht gibt, hielten wir nicht für ausreichend.


03.03.2026
Schlagzeilen 3.3.26

 Hindernislauf zum Altenhilfestrukturgesetz über 4. parlamentarische Hürde

Die Fraktionen der CDU und der SPD und die von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke haben haben zum 4. Mal die Altenhilfe in Berlin im Abgeordnetenhaus thematisiert. Die Regierungsfraktionen baten im Ausschuss für Gesundheit und Pflege um Besprechung des aktuellen Standes und der Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung des geplanten Berliner Altenhilfestrukturgesetzes. Der von den zwei Oppositionsparteien im Parlament eingebrachte Antrag über die Vorlage eines Gesetzentwurfs durch den Senat stand zur ersten Lesung im Ausschuss an. Die Initiativen sind im Rahmen einer Anhörung durch den Parlamentsausschuss gebündelt behandelt worden. Bei der Anhörung war Prof. Dr. Thomas Klie digital zugeschaltet, der zusammen mit dem Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) bereits im April 2023 den Entwurf des Berliner Altenhilfestrukturgesetzes vorlegte (hier herunterladen). Bei der Anhörung ist deutlich geworden, wie dringend eine gesetzliche Regelung zur Altenhilfe im Land Berlin notwendig ist und noch in dieser Legislaturperiode des Abgeordnetenhauses von Berlin bis zum Sommer 2026 verabschiedet werden muss, um die nach § 71 SGB XII vorgeschriebenen sozialrechtlichen Ansprüche und seniorenpolitischen Leitlinien des Landes Berlin erfüllen zu können. 

 

Seniorenvertretung vernetzt:

Pangeahaus nimmt Beratungsangebot in seinen Rundbrief auf!

Mit ihren externen Beratungsstunden im "Interkulturellen Zentrum -Pangea Haus",  ist die Seniorenvertretung als Vernetzungspartner jetzt auch fest im Pangea Haus in der Trautenaustr. eingebunden. Sie ist somit auch regelmässig im Newsletter des Pangea Hauses zu finden (Diesmal auf Seite 15 unten). Der Newsletter beschreibt die vielfältigen Angebote, die das Haus mit den verschieden Organisationen bietet.

Newsletter hier


E
inladung zum internationalen Frauentag:

 

"Unsere Erfahrung zählt" ist das Motto der 52. Berliner Seniorenwoche, die vom 27.6.26 bis zum 4.7.2026 stattfindet.
Aufruf der Senatsverwaltung

                                           


27.02.2026
Sitzung der Seniorenvertretung am 23.2.26: Neues Mitglied begrüßt, Barrierefreiheit für öffentliche und wichtige Dienstleistungen verlangt! Gemeinsame Arbeitsgruppe mit dem „Arbeitskreis Senioren - aktiv!“ zur Digitalisierung eingesetzt.
von Frank-Axel Dietrich

Zu Beginn der Sitzung wurde zunächst eine Nachrückerin für die Seniorenvertretung ernannt. Angelika Michel-Drees nahm nach Aushändigung der Urkunde durch Frau Bezirksstadträtin Duda den Platz von Jutta Riemann ein, die zurückgetreten war.

Angelika Michel-Drees

 


Dann kam es auch schon bald zum Hauptthema der Sitzung. Der Arbeitskreis „Senioren aktiv!“ berichtete von seinen Arbeiten zum Thema Digitalisierung und Senioren. Nach einer Studie des zuständigen Bundesministeriums nutzten 2025 zwar 98% der Senioren von 65-69 das Internet. Die Zahl nimmt aber ab: Zwischen 75 und 79 Jahren sinkt sie auf rund 2/3 und bei den über 80jährigen auf ca. die Hälfte. Darauf nehmen bei Digitalisierungen - so „Senioren aktiv!“- weder Behörden noch private Anbieter wie z.B. Versicherungen und Banken genug Rücksicht. Z.B. böten Banken zwar manchmal Kurse für Ihre betagten Kunden zum Onlinebanking an, machten dafür aber keine Werbung und kümmerten sich nicht um jene, die bei der Umstellung auf der Strecke blieben, um das Umstellungstempo nicht verlangsamen zu müssen. Einige Banken - so ergab die Diskussion - nähmen sogar die Kündigung von Konten eher in Kauf, als Problemlösungen anzubieten.

Ähnlich unsensibles Vorgehen gäbe es aber auch bei öffentlichen Dienstleistungen und Pflichten. Immer mehr Rentner seien z.B. zu einer Steuererklärung verpflichtet, die inzwischen nur noch schwer an dem dazu entwickelten Netzprogramm ELSTER vorbei gemacht werden könne. Das sei aber auch für geübte Nutzer des Internets eine Herausforderung hieß es.

Es bedürfe der Zusammenstellung von Fakten und einer entsprechenden Öffentlichkeitsarbeit, um den Anbietern ihre Verantwortung bei Umstellungsprozessen deutlich zu machen. Die Durchführung von Kursen für die Nutzung des Inernets sei zwar begrüßenswert, aber nicht ausreichend.
Dazu wird die gemeinsame Arbeitsgruppe nun ihre Arbeit aufnehmen.

Foto FAD





27.02.2026
Märztermine 26 unserer Gremien (SV,LSV,LSB)

 2. März 

Anhörung zur Altenhilfe

Im Ausschuss für Gesundheit und Pflege des Abgeordnetenhauses findet am 2. März von 9:30 bis 12:30 Uhr, Raum 331, eine Expertenanhörung zum beabsichtigten Berliner Altenhilfestrukturgesetz und zur Verbesserung der Lebensqualität für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen statt. Die Sitzung des Ausschusses ist öffentlich. Interessenten können sich zur Teilnahme als Zuhörerinnen und Zuhörer unter dem

Link https://www.parlament-berlin.de/termine/ticket-reservation/5154 

anmelden.

18. März

Gewalt in der Pflege

In der März-Sitzung des Landesseniorenbeirats Berlin (LSBB) werden mehrere Vertreterinnen und Vertreter von Organisatioren, die sich mit den Problemen der Pflegebedürftigen auseinandersetzen, zur 'Gewalt in der Pflege' referieren. Die Tagung des LSBB findet im Stadtteilzentrum Käte-Tresenreuter-Haus in der Humboldstraße 12 in Halensee am 18. März ab 10 Uhr öffentlich statt. Bitte beim LSBB anmelden 

https://ü60.berlin/Kontakt_p_32.html. 

23. März

Die nächste Monatssitzung der Seniorenvertretung ist wieder öffentlich für alle interessierten älteren Menschen zugänglich. Sie findet im Rathaus in der Otto-Suhr-Allee 100 statt. Bürgerinnen und Bürger, die eine Teilnahme planen, werden gebeten, sich vorab über die Sitzungsthemen zu informieren, und zwar bei: 

Vorstand:
Telefon: 030 902912368
E-Mail: seniorenvertretung.cw@gmx.de

Homepage:
Telefon: 030 8831899
E-Mail: senioren@vertretung-cw.de.


20.02.2026
Geschult und gut begleitet:
Ehrenamtliche für Besuchsdienst in Charlottenburg-Wilmersdorf gesucht


Seit Oktober 2024 bietet die Evangelische Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf einen Besuchsdienst an. Geschulte Ehrenamtliche leisten Menschen Gesellschaft, die durch Beeinträchtigungen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder sich öfter einsam fühlen. In einer Grundlagenschulung bereiten sich die Engagierten auf ihre Besuche vor. Geschult und begleitet werden sie dabei   von der Beauftragten für Engagement und Ehrenamt, Ulrike Reuter und 
Pfarrerin Marita Lersner. Die nächsten Schulungen finden am 28./29.04.2026 und 02./03.10.2026 statt. Interessierte Ehrenamtliche und Menschen, die gerne besucht werden möchten, können sich per E-Mail melden: besuchsdienst@cw-evangelisch.de oder telefonisch unter 0151 70 69 09 20.

Laut dem „Einsamkeitsbarometer 2024“ des Bundesfamilienministeriums gaben 28 Prozent der Menschen in Deutschland im ersten Pandemiejahr 2020 an, sich einsam zu fühlen. Auch wenn die Zahlen im Anschluss gesunken sind, fühlten sich 2021 noch immer etwa 11 Prozent einsam. Besonders betroffen sind unter anderem Personen, die allein leben, eine Beeinträchtigung haben, intensive Care-Arbeit leisten – wie z.B. Angehörige pflegen – oder in prekären Verhältnissen leben. Die Ergebnisse des Berichts zeigen, dass sich anhaltende Einsamkeit negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Gemeinsam Zeit verbringen: Der kostenfreie Besuchsdienst der Evangelischen Kirche leistet Menschen in der Nachbarschaft Gesellschaft – mit Gesprächen, bei regelmäßigen Spaziergängen oder beim Kaffeetrinken. Die Besuche können in der Wohnung der Besuchten, einer Senioreneinrichtung oder auch im Krankenhaus stattfinden. Wer sich im Besuchsdienst engagieren oder ihn in Anspruch nehmen möchte, muss nicht Mitglied der Kirche sein.

Gesprächsführung und Seelsorge: Ehrenamtliche werden intensiv geschult

Um Interessierte auf das Ehrenamt vorzubereiten, bietet die Evangelische Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf regelmäßige kostenfreie Schulungen an. Die Grundlagenschulung beinhaltet Themen wie Gesprächsführung, Seelsorge sowie rechtliche Rahmenbedingungen, aber auch Selbstfürsorge und das Thema Grenzwahrung stehen auf dem Programm. Die Engagierten treffen sich regelmäßig zum Austausch und zu Fortbildungen. Für Einzelgespräche stehen die Beauftragte für Engagement und Ehrenamt und Pfarrerin Marita Lersner bei Bedarf zur Verfügung.

Gut begleitet seit 2024: Was sagen Ehrenamtliche und Besuchte?

„Ich wollte etwas Sinnvolles tun. Es ist schön, wenn sich die Besuchte auf mich freut. Wir unterhalten uns viel, sie erzählt mir, was sie früher gemacht“, berichtet Anja von ihren Besuchen. Auch Karin geht gern regelmäßig zu Frau Kaufmann: „Meine Großmutter ist vor einer Weile gestorben und ich wollte Kontakt zur älteren Generation behalten. Das hat mir nach ihrem Tod gefehlt. Jetzt habe ich wieder Kontakt zu einer älteren Frau.“ „Seit meinem Schlaganfall brauche ich einen Rollator. Am Anfang habe ich mich damit nicht alleine rausgetraut. Mit Ana-Maria konnte ich jede Woche die Wohnung verlassen und immer weiter gehen. Das hat mir sehr geholfen und wir reden viel bei den Spaziergängen. Ich bin wieder viel aktiver geworden“, sagt Frau Schliep, die seit einem Jahr von einer Ehrenamtlichen besucht wird.

Kontakt für Schulung und Besuchsdienst:

Ulrike Reuter, Beauftragte für Ehrenamt und Engagement in der Evangelischen Kirche in Charlottenburg-Wilmersdorf. Telefon: 0151 70 69 09 20, E-Mail: ehrenamt@cw-evangelisch.de

B
ild: Ulrike Reuter



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