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Neuigkeiten
14.05.2026
Spannende Ausstellung im Rathaus
von Frank-Axel Dietrich





Die Wanderausstellung „Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus“ präsentiert die Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand bis Freitag, den 29. Mai 2026, in der Rathausgalerie im Rathaus Charlottenburg.

Mit einem Grußwort der Kulturstadträtin Heike Schmitt-Schmelz eröffnete die Kuratorin der Ausstellung Elisa Zenck am 12.5.26 die Ausstellung, die sich dem vielfältigen und mutigen Widerstand von Frauen gegen die nationalsozialistische Diktatur widmet. Die ausstellungsbegleitende Website  www.frauen-im-widerstand-33-45.de  stellt eine Vielzahl dieser Frauen vor.

Im Mittelpunkt der konkreten Ausstellung stehen 32 Lebensbilder von Widerstands- kämpferinnen. Sie verdeutlichen die soziale Breite und weltanschauliche Vielfalt des Widerstands gegen das NS-Regime.

Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Freitag 9-18 Uhr) besucht werden. Rathausgalerie, 2. OG im Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100,10585 Berlin.

Vier der Frauen wohnten - eine allerdings nur kurz - in Charlottenburg bzw. Wilmersdorf.

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05.05.2026
Foto
Auszeichnung für Frau Christa Kaleck
durch Ev. Johannesstift Diakonie und der Werner und Maren Otto Stiftun


unser Mitglied, Christa Kaleck, wurde von Ev. Johannesstift Diakonie  und der Werner und Maren Otto Stiftung für ihren BESUCHSDIENST ausgezeichnet

Im ev. Martin-Luther-Krankenhaus in Wilmersdorf erhalten viele ältere und oft alleinstehende Patienten und Patientinnen regelmäßig Besuch von Christa Kaleck. Sie erfahren so mitmenschliche Nähe, Empathie und Aufmerksamkeit für ihre Probleme und Situation, was nicht nur den Heilungsprozess unterstützt und beschleunigt, sondern auch das Krankenhauspersonal entlastet. Viele der Aufgesuchten schätzen das offene Ohr und empfinden Verständnis und Mitgefühl als hohen Wert.

Seit 2019 ist Christa Kaleck,  Mitglied der Seniorenvertretung Charlottenburg-Wilmersdorf, auch im Besuchsteam des Krankenhauses engagiert.

Sie wurde 2025 von der evangelischen Johannesstift Diakonie mit Urkunde und Medaille und nun 2026 mit dem Besuchsteam auch von der Otto-Stiftung ausgezeichnet.   

christa kaleck

Die Werner und Maren Otto Stiftung wurde 2009 vom Gründer der Ottogruppe Werner Otto und seiner Ehefrau Maren aus Dankbarkeit für ein langes gesundes Leben gegründet, um etwas zurückzugeben. Die Stiftung fördert Projekte im Rahmen der Altenhilfe, der Palliativ- und Hospizarbeit in Berlin und Brandenburg.

 

02.05.2026
Meldungen aus der Vertretung der Menschen ab 60
Plenum vom 27.4.26:


sitzung mit StR Duda

in der Sitzung zu Besuch::
Frau Lehmann und Bezirksstadträtin Duda


In der Aprilsitzung begrüßten wir u.a. Frau Lehmann vom Pflegestützpunkt Charlottenburg am Ernst-Reuter-Platz 2 und sie erläuterte die Aufgaben der Pflegestützpunkte. Es gibt insgesamt 3 in Charlottenburg-Wilmersdorf und 3 gelegentlich besetzte Außenstellen (siehe Pflegestützpunkte - Berlin.de  ).  Die Pflegestützpunkte beraten Pflegebedürftige, pflegende Angehörige und andere Ratsuchende kostenfrei und unabhängig zu allen Fragen rund um Pflege und Alter. Sie übernehmen eine Lotsenfunktion, um den Bürgerinnen und Bürgern die Inanspruchnahme der gesetzlichen Sozialleistungen zu erleichtern. Sie klären die Finanzierungsmöglichkeit und helfen beispielsweise bei der Antragstellung. Die Pflegestützpunkte beraten auch auf Arabisch, Russisch, Türkisch, Vietnamesisch sowie in vielen weiteren Sprachen. Beratungen können  im Pflegestützpunkt, telefonisch, im Rahmen eines Hausbesuchs oder per Video angeboten werden. 
Besonders wichtig war Frau Lehmann, dass jeder und jede sich beim Pflegestützpunkt beraten lassen könne auch wenn es noch keine konkreten Fall gäbe. Auch eine vorsorgliche Beratung könne also kostenfrei in Anspruch genommen werden.

Das Bezirksamt wies durch Frau Stadträtin Duda auf eine neu erschienene Broschüre hin: „GE(H)MEINSAM UNTERWEGS IN CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF - Spaziergangsmonat Mai 2026“ die das Bezirksamt mit Unterstützung von Vereinen, Initiativen und weiteren Akteuren aus Charlottenburg-Wilmersdorf  erstellt hat. Die meisten Angebote sind kostenfrei und häufig auch barrierefrei.  Zu den Stichworten „Regelmäßige Spaziergangsgruppen, Regelmäßige Nordic Walking-Gruppen, Fest terminierte Spaziergänge und Wanderungen, weitere Wanderungen, Auf eigen Faust und Hinweise zu Mobilität und Bewegung finden sich vielfältige Angebote, die auch über den Monat Mai hinausweisen. Zum Download hier: Spaziergangsmonat Mai 2026 - Berlin.de   


 spaziergang im Mai 2026
 
Noch was:  Eine Arbeitsgruppe soll Maßnahmen zur Steigerung der Wahlbeteiligung an den Seniorenvertretungswahlen 2027 erarbeiten. Die Wahlen finden ab vom 5. Bis zum 12.3.2027 statt, die Briefwahl beginnt schon im Januar 27. Kandidierende müssen sich bis zum 2.10.26 beim jeweiligen Bezirksamt anmelden.
   


22.04.2026
***** Ist die Aktivrente interessant für mich? ******

















Die Bundesregierung hat mit Steuerfreibeträgen auf den um sich greifenden Fachkräftemangel reagiert und spendiert Altersrentnern einen Steuerfreibetrag von 2000 Euro monatlich, wenn sie über das Erreichen des Regelrentenalters weiterarbeiten. Doch es stellen sich noch einige Fragen. Wir sprachen mit Ute Zemann-Zipser, Steuerberaterin und Schatzmeisterin der Steuerberaterkammer Berlin.


Das Interview führte Frank-Axel Dietrich. 

  • Gilt der zusätzliche Steuerfreibetrag  nur für Menschen,  die ihre Altersrente beziehen oder auch für Menschen, die zwar das Alter erreicht haben, aber keine Rente beziehen? Gilt der zusätzliche Freibetrag auch, wenn man das Regelrentenalter erreicht und Einkünfte als  Selbstständiger hat? 

Ute Zemann-Zipser:
Der Freibetrag gilt auch für Menschen, die keine Rente beziehen. Einzige Voraussetzung ist, dass das Regelrenteneintrittsalter erreicht wurde und dass eine prinzipiell sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen wird. Das Bruttogehalt muss über der Minijobgrenze liegen (derzeit 603 Euro/Monat) und es muss ein Beschäftigungsverhältnis vorliegen. Honorarverträge, freiberufliche Einkünfte und gewerbliche Einkünfte sind nicht begünstigt.
 

  • Haben die entsprechend Begünstigten darüber hinaus zusätzlich den üblichen steuerlichen Freibetrag? 

Ute Zemann-Zipser:
Ja haben sie – es wird also der Grundfreibetrag, Altersfreibetrag etc. zusätzlich bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Einkommens abgezogen.

  •  Werden bei der Erhöhung des Gesamtfreibetrages um 2000 Euro nicht wesentlich nur Besserverdienende bevorteilt?

Ute Zemann-Zipser: 
Das sehe ich nicht so. Das Problem war ja bisher, dass jemand, der  mit der Rente allein keine Steuern gezahlt hat, aber dazuverdienen musste, weil es nicht reicht, sofort in die Steuerpflicht gerutscht ist, das ist jetzt nicht mehr so. Natürlich wirken sich Freibeträge wegen der unterschiedlichen Steuersätze bei Besserverdienenden stärker aus. 

  • Wird die Regelaltersrente gekürzt, wenn man weitere Einkünfte aus Erwerbstätigkeit hat 
Ute Zemann-Zipser:
Nein, diese Rente wird in voller Höhe weitergezahlt.
  • Gibt es den steuerlichen Freibetrag auch, wenn eine andere Rente als die Regelaltersrente bezogen wird?
Ute Zemann-Zipser:
Nein. Vorzeitige Renten, Erwerbsunfähigkeitsrenten oder auch Witwenrenten sind vom Freibetrag beim Dazuverdienst ausgenommen.
 
  • Kann man den Freibetrag ab Renteneintrittsalter auch in Anspruch nehmen, wenn man vorher  kein Erwerbseinkommen hatte? 

Ute Zemann-Zipser:
Ja kann man. Auch hier gilt, dass es nur darauf ankommt, dass man ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis aufnimmt und das Alter hat. 

  • Gibt es nur einen steuerlichen Freibetrag oder  zahlt man auch weniger Sozialversicherungsbeiträge? 

Ute Zemann-Zipser:
Man zahlt als Rentner grundsätzlich weniger Sozialversicherungsbeiträge. Man ist von der Rentenversicherungspflicht logischerweise befreit, es sei denn man verzichtet darauf. Manche machen dass um ihre Rente ggf. noch zu erhöhen. Der Arbeitgeber muss allerdings Rentenbeiträge weiterhin entrichten. Krankenkassenbeiträge muss man weiter bezahlen, allerdings zum ermäßigten Beitragssatz. Arbeitslosenversicherung wiederum zahlt nur der Arbeitgeber.

Zusatzinformation:
Welcher Jahrgang erreicht wann sein Regelaltersrentenalter? 

   

16.04.2026
4.-10.Mai 2026: Woche der pflegenden An- und Zugehörigen

 
Mehr als 280.000 Menschen in Berlin pflegen Familienmitglieder oder andere Ihnen nahestehende Menschen. Die Woche der pflegenden An- und Zugehörigen findet vom 4.bis zum 10.Mai 2026 nun schon zum 8. Mal in Berlin statt. Vielfältige Angebote von der Beratung, dem persönlichen Austausch und der gemeinsamen Pause mit Anderen  bis zur feierlichen Ehrengala am 7.5.26 hat die Woche viel zu bieten. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden sieben pflegende An- und Zugehörige stellvertretend mit den Berliner Pflegebären ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung wird ihre für unsere Gesellschaft wichtige Arbeit gewürdigt und sichtbar gemacht.
Hier geht es zum Programm mit einem Geleitwort von Dr. Ina Czyborra, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.
 
Weitere Informationen: Aufgaben der Fachstelle für pflegende Angehörige in Berlin
   


14.04.2026
Nicht nur das Auge erfreut sich bei diesem Anblick. jf

 
Bild jf

Der Gerhart-Hauptmann-Park, gelegen an der Meierottostr., ist nicht nur  schön anzusehen sondern auch vorbildlich vom Bezirk angelegt zum Schutz von Insekten („Insektentankstelle"). Der Bezirk betreibt ein ökologisches Grünflächenmanagement um die Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Der Park an der Meierottostr. , mit einem angrenzenden Spielplatz. wird von Alt und Jung genutzt. Der Park ist klein aber fein.

Gerhart-Hauptmann-Park - Berlin.de


06.04.2026
Foto
MELDUNGEN: Neuwahl der bezirklichen Seniorenvertretung und neues SenPro ist da




 Liebe Seniorinnen und Senioren und alle dazwischen,

bereits kurz vor Ostern wurden die Termine für die 2027 fällig werdenden Neuwahlen für die Vertretungen für Euch festgelegt. Wer zu den Vertretungen der über 60jährigen kandidieren möchte (im Gesetz Bezirksseniorenvertretungen), sollte seine oder ihre Kandidatur bis zum 2.10.26 beim Bezirksamt anmelden. Zum 5.1.27 werden die Wahlbenachrichtigungen verschickt, bis zum 18.2.27 können die Anträge auf Briefwahl gestellt werden, die Briefwahlunterlagen müssen dann bis zum 4.3.27 beim Bezirksamt zurück sein. Wer sich an der Urnenwahl beteiligen möchte hat dazu dann vom 5.3. 27 bis zum 12.3.27 Gelegenheit. Aktives und passives Wahlrecht hat, wer am 4.3.27 60 Jahre alt und mit erstem Wohnsitz in Charlottenburg-Wilmersdorf gemeldet ist. 

 
Ebenfalls schon vor Ostern ist das SenPro des Bezirksamtes mit dem Veranstaltungskalender April bis Juni 26 erschienen. Es liegt im Rathaus und öffentlichen Stellen in gedruckter Form aus und ist auf der Webseite der SV Charlottenburg-Wilmersdorf im Reiter Sprechstunden/Programm oder den Bezirksamtsseiten digital erreichbar.



03.04.2026
Wir wünschen schöne Feiertage

 

26.03.2026
Interview mit Volksbildungsstadträtin Heike Schmitt-Schmelz

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bietet ein tolles Angebot für alle an: Das „Digitalcafé“. Gerade bei Senior:innen ist dieses offene Angebot sehr beliebt. Vor Ort kann man  dort Unterstützung bei der Bedienung von technischen Geräten- wie z.B. Mobiltelefonen - bekommen oder bei der digitalen Antragstellung. Nun wird an vielen Stellen aufgrunnd der Haushaltslage gekürzt. Wir haben die zuständige Bezirksstadträtin, Heike Schmitt-Schmelz dazu befragt. Das Interview führte Frank-Axel Dietrich (FAD).



FAD
: Ist das Digitalkaffe wegen der Haushaltskürzungen in Gefahr?

Schmitt-Schmelz: Ich verstehe sehr gut, dass Sie sich Sorgen machen, denn das Digital-Café ist für viele Seniorinnen und Senioren ein wertvoller Anlaufpunkt. Lassen Sie mich Ihnen versichern: Das Digital-Café wird weiterhin stattfinden. Es wird durch die engagierte Unterstützung der Freiwilligen Agentur Charlottenburg-Wilmersdorf, dem Verein Digital-Café Berlin und der Stadtbibliothek selbst organisiert und finanziert. Das bedeutet, dass dieses Angebot nicht direkt vom Haushalt abhängig und somit nicht von den aktuellen Haushaltskürzungen betroffen ist.

FAD: Können Sie sich vorstellen, das Projekt auch an anderen Orten im Bezirk anzubieten?

Schmitt-Schmelz:  Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das Digital-Café wird vor Ort in der Heinrich-Schulz-Bibliothek sehr gut angenommen, und wir wünschen uns, dass es auch Menschen erreicht, denen der Weg zum Rathaus nicht so einfach möglich ist. Für 2026 sind drei bis vier Sondertermine an anderen Orten im Bezirk geplant.

FAD:  Wie sieht es mit dem Digitalzebra aus. Drohen hier Einschränkungen?

Schmitt-Schmelz: Das Digital Zebra, ein kostenloser Beratungsdienst der Stadtbibliothek zu allen digitalen Fragen und ist auch nicht von Kürzungen bedroht.

Im Gegenteil haben wir geradezusätzlich zum Digitallotsen Max, der sehr beliebt ist, eine weitere Stelle für eine:n Digitallotsen:in ausgeschrieben. Das Angebot war bisher ja sehr stark frequentiert und es kam zu Wartezeiten.

Darüber hinaus gibt es das Seniorenprogramm "60plus“ welche umfassende Informationen und Angebote für ältere Menschen bereitstellt. Kürzungen sind hier nicht vorgesehen.

FAD: Was würden Sie Seniorinnen und Senioren raten, die sich für digitale Angebote interessieren, aber noch unsicher sind?

Schmitt-Schmelz: Mein Tipp ist: Einfach ausprobieren und keine Scheu haben. Das Digital-Café und das Digital Zebra bieten freundliche, geduldige Unterstützung, wo man mit seinen Fragen und Anliegen willkommen ist. Die digitale Welt bringt viele Vorteile – ob beim Kontakt mit Familie, der Nutzung von Dienstleistungen oder beim Zugang zu Informationen. Wir wollen, dass niemand abgehängt wird.

FAD: Vielen Dank für das Gespräch.


21.03.2026
Die Generation über 60 ist so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Senior:innenvertreter Frank-Axel Dietrich sprach mit Elke R. -Gründungsmitglied der Stadtteilgruppe „Omas gegen Rechts“ in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf.

Als Senior:innenvertretung interessiert uns natürlich besonders, warum die Oma gegen Rechts ist? War die Mutter oder Tochter noch dafür?

Elke R.: Die Überzeugung der Mutter kann eine bedeutende Rolle spielen, entweder als Zustimmung oder als Abgrenzung. Meine Mutter hat sich nie um Politik gekümmert und gesellschaftliche Entwicklungen nicht verfolgt. Sie war dann ganz überrascht und enttäuscht, dass „Hitler den Krieg verloren hat.“ Mein politisches Engagement, nicht erst im fortgeschrittenen Alter, hat sicher damit zu tun, dass ich so nicht durchs Leben gehen möchte.  Ich  sehe  es als Aufgabe, die erreichten demokratischen Errungenschaften nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder und Enkelkinder zu erhalten.

Was heißt gegen Rechts?

Elke R.: „Omas gegen  Rechts“ stehen für Grund- und Menschenrechte, für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, sowohl im Sinne des Grundgesetzes als auch im Sinne internationaler Verträge und Übereinkommen. Diese Grundwerte werden von extrem rechten Parteien zunehmend in Frage gestellt. Das rechte Denken beginnt  mit der Vorstellung, man sei die einzig wahre Stimme des Volkes. Wenn sich dieses antipluralistische Denken offen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung und dort insbesondere gegen das Prinzip der Menschenwürde in Artikel 1 richtet, ist die Grenze zum Rechtsextremismus überschritten. Genau deshalb schaut der Verfassungsschutz bei der AfD auch so genau hin.
Dort wo in Europa extrem rechte Parteien an der Macht sind, können wir beobachten, dass politische und soziale Rechte eingeschränkt werden, Rechte von Frauen und Minderheiten abgebaut und gesellschaftliche Hierarchien, wie  z.B. Geschlechterhierarchien und soziale Hierarchien legitimiert werden. Dieser Trend zeigt sich auch in den Wahlprogrammen der AfD. 

Solchen Entwicklungen treten wir in Deutschland entgegen.

Wenn sich eine Seniorin über 60 bei Ihnen engagieren will: Reicht es gegen rechts zu sein oder wird nicht eigentlich eine linke Einstellung erwartet?

Müsste ein Enkelkind nachgewiesen werden?

Elke R.: Demokratie ist kein linkes Projekt, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, bei der es darum geht, wie wir friedlich zusammenleben wollen und wie wir das Zusammenleben verbessern können. Die Omas (und Opas) leben den politischen Pluralismus; es sind von ganz links bis konservativ alle Einstellungen vertreten.

Unsere Stadtteilgruppen sind offen für alle Frauen (und Männer), die sich gegen Rechtsextremismus engagieren wollen. Eine Mehrheit ist tatsächlich auch biologisch Oma oder Opa, aber ein Nachweis von Enkeln ist nicht notwendig.

Sie arbeiten in der Stadtteilgruppe Charlottenburg-Wilmersdorf der „Omas gegen Rechts“. Was macht die gerade?

Elke R.: Wir arbeiten gerade verschiedene Aktionsformen aus, um im Vorfeld der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September 2026 Aufklärungsarbeit auf der Straße zu leisten. Dazu gehören Informationsstände und kreative Aktionen, die zum Dialog über unsere Demokratie - und warum sie verteidigt werden muss - einladen. 

  

Kontakt: stadtteilgruppe-cha-wi@omasgegenrechts.berlin


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